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Warnung des BfR

Der Vollständigkeit und Fairness halber muss auch erwähnt werden, dass es eine Warnung des Bundesamtes für Risikobewertung vom 2.7.2012 zu MMS gibt.

Stellungnahme Nr. 025/2012 des BfR vom 2. Juli 2012 (Auszug) „Miracle Mineral Supplement“ („MMS“) wird als Lösung in zwei kleinen Flaschen im Internet zum Verkauf angeboten. Nach Meldungen aus dem Ausland kann dieses Produkt die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern beeinträchtigen. Berichtet wurde von gastrointestinalen Störungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, teilweise mit Blutdruckstörungen und erheblichen Flüssigkeitsverlusten. Direkter Kontakt der unverdünnten oder falsch gemischten gebrauchsfertigen Lösung kann zu Haut- und Schleimhautreizungen bis hin zu Verätzungen führen. Inzwischen sind auch in Deutschland Einzelfälle von unerwünschten Wirkungen nach dem Verzehr von „MMS“ bekannt geworden. Ein Teil der Angebote enthält den Hinweis, dass dieses Mittel zur Desinfektion von Wasser dienen kann. Auf einigen Webseiten weisen Befürworter der Verwendung von „MMS“ auf die Möglichkeit einer oralen Einnahme des Produkts hin. Das BfR rät von der Einnahme und der Verwendung von „Miracle Mineral Supplement“ („MMS“) dringend ab….“

Liest man diese Warnung detailliert durch, so stellt man folgendes fest: Obwohl mittlerweile ca. eine halbe bis eine Million Menschen in Deutschland MMS kennen und seit Jahren nutzen, hielt dieses Amt bisher eigene Untersuchungen für nicht notwendig. Man zitiert lediglich Warnungen aus dem Ausland. Eigentlich zitieren alle Länder nur die Warnung der amerikanischen FDA (Federal Drug Administration), die z.B. bis heute überhaupt kein Problem in der Zulassung vom schwer gesundheitsschädlichen Aspartam sieht. So hoch kann die Bedrohungslage dann also doch nicht sein, wenn keine eigenen Untersuchungen angestellt werden. In dieser Warnung sind:

- keine Todesfälle
- keine lebensbedrohliche Situationen
- keine bleibenden Schäden

nach der Einnahme von MMS aufgeführt. Was bleibt sind also vorübergehende Befindlichkeitsstörungen. Diese sind Übelkeit bis Erbrechen und Durchfall, wie sie bisher auch in jedem MMS-Buch erwähnt wurden. Demgegenüber stehen Tausende von Erfolgsberichten selbst bei als unheilbar geltenden Krankheiten. Das heißt hier muss jeder in Eigenverantwortung für sich die Argumente abwägen.

Kurzum die obige Warnung des Bundesamtes ist eigentlich der beste Beipackzettel für MMS/CDS/Chlordioxid. Die Firma Bayer würde sich solch einen harmlosen Beipackzettel für ihren Kassenschlager „Aspirin“ gerne wünschen. Leider stehen da so hässliche Dinge wie bleibende Blutbildveränderungen und Magenblutungen. Dr. Friedrich Hagenmüller von der Hamburger Asklepios-Klinik schätzt die Zahl der Todesopfer durch die AspirinNebenwirkung „Magenbluten“ allein in der Bundesrepublik auf 1.000 bis 5.000 Menschen, die Dunkelziffer sei womöglich viel höher. Da er zudem den Nutzen des „Tausendsassas“ bei der Schmerzbehandlung anzweifelt, setzt er sich für eine Handelsbeschränkung ein. Mit 16.500 Todesfällen gehörte das Präparat laut Phillip Mimkes (Die Aspirin-Lüge) im Jahre 2000 zu den 15 häufigsten Todesursachen in Amerika.

Über welches Gefährdungspotential bei MMS / Chlordioxid reden wir hier also?